Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege Wiener Neustadt
Corvinusring 20, 2700 Wiener Neustadt
Telefon: 02622/321/2755
E-Mail: gukps(at)wienerneustadt.lknoe.at
Allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege, 3-jähriger Diplom-Lehrgang:
Septemberjahrgang: Beginn 15. September 2012, Anmeldeschluss Ende April 2012
Vorbereitungslehrgang (10. Schulstufe): Beginn: 3. September 2012, Anmeldeschluss Ende April 2012
Weiters werden auch zahlreiche Weiterbildungen, Sonder- und Zusatzausbildungen angeboten. Das aktuelle Kursangebot finden Sie auf unserer Homepage.
Unter: www.wienerneustadt.lknoe.at/
ausbildung besteht weiters auch die Möglichkeit sich online anzumelden.
WIENER NEUSTADT. Die Zukunft mitgestalten: Daniela Schnell wurde zur Direktorin der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Wiener Neustadt bestellt.
Sie ist ausgebildete Gesundheits- und Krankenschwester und hat ein AHS-Lehramtsstudium abgeschlossen. Was nach einer ungewöhnlichen Kombination aussieht, das ist heute die große Stärke von Daniela Schnell: Die 45-Jährige ist seit 1. Februar Direktorin der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Wiener Neustadt.
Ihr wichtigstes Ziel ist, die jungen Menschen optimal auf ihre künftigen Aufgaben vorzubereiten. „Die Zukunft denken“ formuliert das die sportliche Powerfrau: „Die Pflege wird immer komplexer, muss immer mehr leisten. Wir müssen uns auf die älter werdende Gesellschaft einstellen, künftig viel mehr chronisch Kranke versorgen und uns auch in der Prävention gut auskennen.“ Vielfältige Aufgaben und Spezialisierungen kommen auf die diplomierten Pflegekräfte zu – und auf diese müssen sie in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule möglichst gut vorbereitet werden. „Die Zukunft entscheidet sich jetzt“, betont Daniela Schnell, „wir müssen dem Rechnung tragen, gründlich darüber nachdenken und handeln, aktiv mitgestalten.“
Die gebürtige Darmstädterin (Deutschland), die bereits seit 18 Jahren in Wiener Neustadt lebt, freut sich sehr über die neue Aufgabe – und fühlt sich gut vorbereitet und bereit für die Leitungsfunktion. Sie ist diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester und arbeitete nach der Ausbildung in einem großen Spital in Darmstadt – und spürte, dass ihr das allein nicht reicht. Also studierte sie zusätzlich Biologie und Sport für das Lehramt.
Dass sie bald im Landesklinikum Wiener Neustadt landete, ist der Liebe zuzuschreiben: Für ein Entwicklungshilfe-Projekt ging Daniel Schnell für zwei Monate nach Nepal – und traf da beim Aufbauen eines Krankenhauses auf 2.000 Metern Höhe prompt den Mann fürs Leben. Ein Jahr später heiratete sie den Niederösterreicher – und lebt seither hier.
Sie begann zunächst mit 20 Wochenstunden im heutigen Landesklinikum, schloss gleichzeitig ihr Studium ab und absolvierte ihr Unterrichts-Praktikum am BORG Wiener Neustadt. „Das Unterrichten hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich meine beiden Berufe vereinen wollte.“ 1999 wechselte Frau Schnell, die inzwischen mit 40 Stunden auf der HNO-Abteilung, beschäftigt war, an die Gesundheits- und Krankenpflegeschule. Den berufsbegleitenden Universitätslehrgang für lehrendes Krankenpflegepersonal absolvierte sie in Mödling.
Anatomie und Physiologie sind ihre Fächer, aber auch Pflegewissenschaft und –forschung. Gerade dieses Fach wird von manchen Praktikern skeptisch beäugt. Direktorin Schnell findet es bedeutsam: „Man muss reflektieren können, was man in der Praxis tut und warum man es so und nicht anders tut“, ist sie überzeugt – und verweist auf die Notwendigkeit mitdenkender und kritischer kluger Köpfe für die Pflege der Zukunft.
Was bringt die zweifache Mutter (ihr Sohn ist 14, ihre Tochter 10 Jahre) mit für die verantwortungsvolle neue Aufgabe? „Ich komme aus dem Team heraus, in dem ich schon bisher die Rolle hatte, den Themen gemeinsam mit den Kollegen auf den Grund zu gehen und sie analytisch anzupacken.“ Kritikfähig sei sie, und sie behalte in jeder Situation den Überblick. Soziale Kompetenz, das sei ja selbstverständlich. Und sie sei neugierig auf die Sichtweisen der anderen: „Wenn jemand anders denkt als ich, ist das ein Blickwinkel, den ich mir anschauen möchte. Andere Meinungen sehe ich als Reichtum, nicht als Bedrohung.“
Wohin soll sich die Schule entwickeln? Reif und fit für die Anforderungen der Zukunft solle sie sein, sagt Daniela Schnell. Und schildert das Bild, das im Eingangsbereich der Gesundheits- und Krankenpflegeschule hängt: Unter dem Titel „Schule mit Zukunft“ steht auf gelbem Hintergrund ein blauer Baum, der aus lauter Menschen zusammengesetzt ist. Auf diesen Baum gehen drei Menschen zu, verschmelzen mit ihm. Ein Bild, das ihr Kraft gibt: „Es symbolisiert für mich: Im Miteinander kann etwas wachsen.“
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DSA Mag. (FH) Markus Neuwirth, MSc
Tel.: 02622/321-0
E-Mail: markus.neuwirth(at)wienerneustadt.lknoe.at