HOLLABRUNN. Mit dem Ankauf von neuen Defibrillatoren ist das Landesklinikum Hollabrunn auch weiterhin bestens für den Notfall gerüstet. Die Mitarbeiter aus dem Pflegebereich und die Ärzte absolvierten eine zugehörige Schulung, um sich mit der Handhabung der neuen Geräte vertraut zu machen.
In Akutsituationen, die einen lebensgefährlichen Zustand beim Menschen darstellen, ist rasches und effizientes Handeln lebensrettend.
Bei Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern und Kammerflattern kann ein Defibrillator (Defi) als Erste Hilfe-Maßnahme eingesetzt werden. Bei der Anwendung eines Defis wird ein gezielter, elektrischer Impuls gesetzt, der bei Kammerflimmern die elektrisch kreisende Erregung im Herzen unterbrechen und das Herz wieder in einen Zustand versetzen soll, in dem das natürliche Erregungsleitungssystem die Stimulation wieder übernimmt. Hierzu bekommt der Patient zwei Gel-Elektroden auf den Oberkörper geklebt. Mittels dieser beiden Elektroden kann folglich die Herztätigkeit des Patienten per Monitor überwacht werden und es kann gegebenenfalls bei akustischer Instruktion durch das Gerät bzw. durch den Arzt ein elektrischer Schock abgegeben werden.
In einer adäquaten Schulung wurden die Mitarbeiter des Landesklinikums Hollabrunn in der Handhabung der neuen Defibrillatoren angeleitet und es wurde die Reanimation damit geübt. Die von Herzspezialisten entwickelten und nach dem neuesten Stand der Technik konstruierten Defis zeichnen sich durch eine verbesserte Effizienz und durch eine effektivere Abgabe der Stromstöße aus.
„Der große Vorteil dieser neuen Generation von Defibrillatoren ist der verbesserte Standard. Durch eine sprachliche Ansage der notwenigen Schritte ist es auch Laien möglich, den Defi im Notfall anzuwenden. Oft entscheiden einige wenige Minuten bei der Durchführung von Erster Hilfe darüber, ob ein Patient überlebt“, so Dr. Ingrid Österreicher, Assistenzärtzin der Abteilung Anästhesiologie und Intensivmedizin am Landesklinikum Hollabrunn.
Karin Dörfler
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