ST. PÖLTEN. Im Rahmen der KlimaaktionsWoche vom 5. bis 12. Juni rief das Land Niederösterreich öffentliche Einrichtungen, das Gastgewerbe, Betriebskantinen sowie private Haushalte zu klimafreundlichem Kochen und Essen auf. Die Küchenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter des Landesklinikums St. Pölten nahmen an dieser Aktion teil und servierten den Patientinnen und Patienten sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Klima-Menü.
„Mit dem Klima-Menü im Landesklinikum St. Pölten zeigen wir, dass gerade auch beim Kochen und Essen jeder Einzelne seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Gleichzeitig stellen die NÖ Landeskliniken eindrucksvoll unter Beweis, dass sie als Gesundheitszentren nicht nur für die beste medizinische Versorgung, sondern auch für das leibliche Wohl sorgen“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka.
Das Ernährungsverhalten bestimmt maßgelblich den globalen Verbrauch an Ressourcen und verursacht erheblich Treibhausgas-Emissionen: In Industrieländern kommen rund 20 Prozent der CO2-Emissionen aus der Lebensmittelbranche. Eine Ernährungsweise, die mehr pflanzliche als tierische Lebensmittel beinhaltet, ist ein wichtiger Schritt, um die Treibhausemissionen zu reduzieren. Ernährungsfachleute empfehlen ca. 200g Fleisch- oder Wurstprodukte jeden dritten Tag. Es reichen also einige fleischlose Tage pro Woche – der eigenen Gesundheit und der Umwelt zuliebe.
„Wir freuen uns, dass auch das Landesklinikum St. Pölten einen Beitrag zum Klimaschutz leisten konnte. Das Klimamenü bestehend aus Frühlingskräutersuppe, Gratinierter Spargel mit Petersilienerdäpfel, Blattsalat sowie Erdbeeren fand sowohl bei unseren Patientinnen und Patienten als auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen großen Anklang“, betonen die Küchenleiterin Helga Delivuk und Produktionsleiter Martin Knabb im Landesklinikum St. Pölten.
Das Klimamenü im Landesklinikum St. Pölten stand ganz unter dem Motto „regional, saisonal, bio, fair“. Die Hauptzutaten stammen entweder aus regionaler und saisonaler Produktion oder aus kontrollierten biologischen landwirtschaftlichen Betrieben. Diese Nahrungsmittel haben kürzere Transportwege, sind somit frischer und verbrauchen weniger Energie in der Produktion. Bioprodukte enthalten nachweislich mehr gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe und sind besonders wichtig für genesende Menschen.
Die von Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka initiierte „Vitalküche“ besteht bereits seit Februar 2008 und bringt mehr gesunde Abwechslung auf den Speiseplan. Expertinnen und Experten aus dem Ernährungs- und Großküchenbereich haben dazu Anleitungen und Richtlinien im Lebensmittelbeschaffungsbereich entwickelt, um die praktische Umsetzung in den Speiseplänen der einzelnen Landeskliniken zu erleichtern. Den Patientinnen und Patienten stehen bei der „Vitalküche“ zwei Menüs (tut gut – Menü, NÖ-Vitalkost) zur Auswahl.
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Irmgard Höllmüller
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