Im Rahmen des Klimaaktiontages am 2. Juni 2010 rief das Land Niederösterreich öffentliche Einrichtungen, das Gastgewerbe sowie private Haushalte zu klimafreundlichem Kochen und Essen auf. Die Küchenmitarbeiter des Landesklinikums Krems nahmen an dieser Aktion teil und servierten den Patientinnen und Patienten sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Klima-Menü.
„Mit dem Klima-Menü im Landesklinikum Krems zeigen wir, dass gerade auch beim Kochen und Essen jeder Einzelne seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Gleichzeitig stellen die NÖ Landeskliniken eindrucksvoll unter Beweis, dass sie als Gesundheitszentren nicht nur für die beste medizinische Versorgung, sondern auch für das leibliche Wohl sorgen“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka.
Das Ernährungsverhalten bestimmt maßgeblich den globalen Verbrauch an Ressourcen und verursacht erhebliche Treibhausgas-Emissionen: In Industrieländern kommen rund 20 Prozent der CO2-Emissionen aus der Lebensmittelbranche. Eine Ernährungsweise, die mehr pflanzliche als tierische Lebensmittel beinhaltet, ist ein wichtiger Schritt, um die Treibhausemissionen zu reduzieren. Ernährungsfachleute empfehlen 200g Fleisch- oder Wurstprodukte jeden dritten Tag. Es reichen also einige fleischlose Tage pro Woche - der eigenen Gesundheit und der Umwelt zuliebe.
„Wir freuen uns, dass auch das Landesklinikum Krems einen Beitrag zum Klimaschutz leisten konnte. Das Klimamenü bestehend aus Gemüsesuppe und Zwiebelfleisch mit Nockerl bzw. Vollkornkrautfleckerl fand sowohl bei unseren Patientinnen und Patienten als auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen großen Anklang“, betont Robert Steiner, Küchenleiter im Landesklinikum Krems.
Das Klimamenü im Landesklinikum Krems stand ganz unter dem Motto „regional, saisonal, bio und fair“. Die Hauptzutaten stammen entweder aus regionaler und saisonaler Produktion oder aus kontrollierten biologischen landwirtschaftlichen Betrieben. Diese Nahrungsmittel haben kürzere Transportwege, sind somit frischer und verbrauchen weniger Energie in der Produktion. Bioprodukte enthalten nachweislich mehr gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe und sind besonders wichtig für genesende Menschen.
Die von Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka initiierte „Vitalküche“ besteht bereits seit Februar 2008 und soll mehr gesunde Abwechslung in den Speiseplan der Landeskliniken bringen. Expertinnen haben dazu Anleitungen und Richtlinien im Lebensmittelbeschaffungsbereich entwickelt, um die praktische Umsetzung in den einzelnen Landeskliniken zu erleichtern. Den Patientinnen und Patienten stehen im Rahmen der „Vitalküche“ zwei Menüs („tut gut - Menü“, „NÖ-Vitalkost“) zur Auswahl, die entsprechend den Kriterien „regional, saisonal, bio und fair“ gekocht werden.
Mag. (FH) Matthias Dielacher
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