KREMS. Am 17. Februar fand im großen Hörsaal der IMC Fachhochschule Krems der zweite niederösterreichische Onkologietag statt. Nach dem großen Erfolg im Vorjahr eröffnete Landesrätin Mag. Barbara Schwarz, in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, vor zahlreichen Experten unterschiedlichster Disziplinen den diesjährigen niederösterreichischen Onkologietag.
„Krebserkrankungen sind in unserer Gesellschaft stets mit einem Gefühl von großer Furcht verbunden. Auch wenn die Herz- Kreislauf- Erkrankungen an erster Stelle der Todesursachen stehen, bleiben uns vor allem jene Todesfälle aus unserem Umfeld in Erinnerung, denen eine Krebserkrankung zu Grunde lag. Dabei übersehen wir die Vielzahl an Fällen, bei denen eine Heilung durch den medizinischen Fortschritt möglich war.“, betont Landesrätin Mag. Schwarz in ihrer Ansprache.
In Österreich erkranken jährlich 36.000 Menschen an Krebs, Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Nach den Herz-Kreislauferkrankungen sind bösartige Tumorerkrankungen die zweithäufigste Todesursache.
Ziel des zweiten niederösterreichischen Onkologietages war es, Ärztinnen und Ärzten verschiedener Fachrichtung aus ganz Niederösterreich die Möglichkeit zu einem umfassenden Erfahrungsaustausch zu geben und das hohe Behandlungsniveau in der onkologischen Medizin Niederösterreichs aufzuzeigen.
„Der medizinische Fortschritt in der Onkologie bietet den Patienten immer bessere Behandlungsmöglichkeiten und damit eine Erhöhung von Lebensqualität und Heilungschancen. Wir dürfen aber auch die damit verbundenen Kosten nicht außer Acht lassen und müssen einen optimalen Einsatz der Ressourcen gewährleisten. Die Einführung von Tumorboards und Etablierung von onkologischen Kompetenzzentren, wie dem Landesklinikum Krems sind zur Erreichung dieses Ziels unerlässlich.“, erklärt Dr. Robert Griessner, Medizinischer Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding, der sich an dieser Stelle bei Univ.-Prof. Dr. Martin Pecherstorfer für die Organisation der Veranstaltung herzlich bedankte.
In fünf Themenblöcken stellten Spezialisten aus ganz Niederösterreich neueste Erkenntnisse aus den Bereichen der Labormedizin und Pathologie, Radiologie, HNO/Kieferchirurgie, Neurochirurgie sowie der Dermatologie vor. Den Abschluss jedes Themenblockes bildete eine Podiumsdiskussion, in der die Vertreter der unterschiedlichen Fachrichtungen zu einem interdisziplinären Wissensaustausch eingeladen wurden.
„Die fächerübergreifende Kooperation ist ein unverzichtbarer Bestandteil in der Therapie onkologischer Patienten. Die Teilnehmerzahl von rund 120 Ärztinnen und Ärzten bestätigt das rege Interesse und zeigt das Potenzial der niederösterreichischen Landeskliniken auf dem Gebiet der onkologischen Forschung auf.“, zeigt sich Univ.-Prof. Dr. Martin Pecherstorfer zufrieden.
Fotoquelle:
NÖ Landeskliniken-Holding
Bildtext:
v.l.n.r.: Siegrun Karner, Pflegedirektorin LK Krems; Dr. Thomas Gamsjäger, Regionalkoordinator St. Pölten- Lilienfeld, Prim. Univ. Doz. Dr. Friedrich Längle , Christa Stelzmüller, MAS, Regionalmanagerin NÖ-Mitte; Univ.-Prof. Dr. Martin Pecherstorfer; GR Prim. Dr. Johann Mühleder und Dr. Robert Griessner, Medizinischer Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding.
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